Frank Hollmann, SchulleiterBericht der Praxisklasse SchuB Eduard-Flanagan-Schule, Babenhausen

Sachbericht: VBO-Maßnahme zur Kompetenzfeststellung „TalenteWerkstatt“ Durchführungszeitraum: 12.-23.03.2012

Frank Hollmann
Frank Hollmann

Die TalenteWerkstatt begann für unsere Schüler/-innen mit einer Feststellung von persönlichen und Sozialkompetenzen („Potenzialanalyse“), die in der Schule stattfand und von zwei Mitarbeiter/-innen der GfW durchgeführt wurde. Die Jugendlichen sollten allein, in Partner- oder Gruppenarbeit verschiedene – motivierende – Aufgaben erledigen und z.T. der Gruppe präsentieren. Ausführliche Beobachtungen der Jugendlichen wurden dokumentiert und nach Abschluss der Gesamtmaßnahme zur Verfügung gestellt.

In den folgenden zwei Wochen fuhren die Schüler/-innen täglich in verschiedene Räumlichkeiten in Hanau (GfW-Gebäude, Räume der KHW, einer Mensa sowie der Ludwig-Geißler-Berufsschule). Anfangs wurden die Schüler/-innen auf dem Weg dorthin begleitet, anschließend konnten die Jugendlichen die Strecken allein bewältigen. Dies hat enorm zur Selbstständigkeit, aber auch zur Klassenbildung beigetragen.

Vor Ort erhielten die Jugendlichen eine ausführliche Einweisung und wurden in die Ablaufplanung einbezogen. Anschließend besuchten jew. die Hälften der Klasse 8 verschiedene Werkstätten für jew. einen Tag (reduzierte Aufenthaltsdauer für Schüler/-innen von Schulen mit dem FS Lernen: 9:00 bis 15:00 Uhr). Folgende Berufsfelder/ Ausbildungsschwerpunkte wurden einbezogen: Holz, Metall, Handel/Lager, Rettungsassistenz, „IT“, Elektro, Ernährung/Hauswirtschaft, Kosmetik.

Während des Tages in den Fachwerkstätten konnten die Jugendlichen jeweils einen Einblick in grundlegende Fertigkeiten und handwerkliche bzw. kaufmännische Begriffe erhalten, typische Verfahren kennenlernen und einige Werkzeuge benutzen. In jeder Werkstatt wurde produkt- bzw. projektorientiert gearbeitet.

Den Abschluss der Maßnahme bildete eine Präsentation von Erlebnissen und Ergebnissen, die während der zwei Wochen durch die Werkstattleiter auf Fotos festgehalten wurden. In einer PPP mussten die Schüler/-innen beschreiben, welche Arbeitsschritte und/oder Werkzeuge/Materialien/Maschinen sie benutzt hatten. Zuletzt wurde ein Zertifikat ausgegeben. Hierzu waren Schule, Eltern und Pressevertreter eingeladen.

Der Schule wurde ein Kompetenzprofil für jede/n Schüler/-in zur Verfügung gestellt, in dem die einzelnen Berufsfelder bzgl. ihrer Eignung für den Jugendlichen bewertet wurden. Auch die Schüler/-innen bzw. ihre Eltern erhielten diese Auswertung.

Insgesamt erscheint uns die Durchführung einer TalenteWerkstatt bei der GfW sinnvoll, weil die Jugendlichen – in geschütztem Rahmen – repräsentative Erfahrungen in wichtigen Berufsbereichen aus dem gewerblich-technisch-handwerklichen sowie kaufmännischen Bereich machen können, die z.T. durch Praktika nicht erreichbar wären. Im Rahmen der Maßnahme akzeptieren die Schüler/-innen auch Berufsfelder, die sie von sich aus nicht gewählt hätten und erweitern hierdurch den Horizont an möglichen Berufen. Den begleitenden Erwachsenen werden hierbei ggf. alternative Einsatzmöglichkeiten für die Jugendlichen offenbart.

Insofern ist die Durchführung einer TalenteWerkstatt für Praxisklassen SchuB – sowohl im ersten als auch im zweiten Jahrgang – empfehlenswert.

das Team der Praxisklasse SchuB
C. Aumann, V. Szep, F. Hollmann
Eduard-Flanagan-Schule Babenhausen

 

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