Bericht von Marion Schröer-Koch

TalenteWerkstatt in den Schuljahren 2009-2012, Schulzentrum Hessen-Homburg

Durch die TalenteWerkstatt konnten Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen des Schulzentrums Hessen-Homburg einen realistischen Einblick in das unbekannte Berufsleben erfahren:

  • feste wiederkehrende Arbeitszeiten
  • Arbeiten nach ganz konkreten Zielvorgaben mit einem festgelegten zeitlichen Rahmen
  • Kennenlernen von drei verschiedenen Berufsfeldern

Die Verknüpfung von Theorie und Praxisanteilen weckte Begeisterung, Freude und Interesse, was sich positiv auf den Lerneffekt auswirkte.
Hier wurde besonders deutlich, wie wichtig die entsprechende Motivation zum Erreichen wesentlicher Schlüssel-Qualifikationen wie beispielsweise Durchhaltevermögen, Einhalten von Regeln und Konzentration ist.

 

Die bei vielen Schülerinnen und Schülern vorhandene negative bzw. unreflektierte Selbstwahrnehmung konnte während dieses Projektes durch positive Erfahrungen relativiert werden. Die TalenteWerkstatt ist ein Projekt, das längerfristig zu realistischer Selbsteinschätzung führt.

 

Durch das Kennenlernen dreier unterschiedlicher Berufsfelder waren die Schüler in der Lage, sich in Bezug auf persönliche Interessen und Neigungen einzuordnen. Dies wiederum führte zu einer zielgerichteten Auswahl von Betrieben beim folgenden Blockpraktikum. Die Bewerbungen und die Auswahl der Betriebe wurden für die Schüler einfacher, da sie durch die Konfrontation mit dem Neuen mutiger und selbstbewusster wurden.

Nicht zuletzt soll erwähnt werden, dass Maßnahmen und Projekte wie die TalenteWerkstatt einen wertvollen Beitrag leisten, die immer noch bestehende „Kluft“ zwischen Schule und Arbeitsleben zu überwinden.

Die Arbeiten in den unterschiedlichen Berufsfeldern haben den Schülern sehr gut gefallen.

Dazu gehören insbesondere die Zubereitung eines Mittagessens in einer Großküche oder die Herstellung eines Gebrauchsgegenstandes in einer Metallwerkstatt. Nicht zu vergessen ist die Arbeit in einer Autowerkstatt, in der die Schülerinnen und Schüler lernten, Reifen zu wechseln und anschließend den Reifendruck zu überprüfen.

Die Durchführung der TalenteWerkstatt fand in außerschulischen Räumen statt. Die Betreuung durch Externe wurde von den Schülerinnen und Schülern positiv bewertet. So stellte sich gleich zu Anfang eine unbelastete Ausgangssituation ein, die sie befähigte, sich neugierig und motiviert auf die neue Lernsituation einzustellen. Die Erfahrungen mit der TalenteWerkstatt haben gezeigt, dass sich diese Maßnahme auch positiv auf die persönliche Entwicklung sowie das Lern- und Arbeitsverhalten der Schüler auswirkt.

 

Potentiale der Schüler und Schülerinnen wurden durch die Vielfalt der Möglichkeiten festgestellt. Natürlich gab es hier und da Ansatzpunkte für Förderungsmöglichkeiten, die von ihnen hier besser akzeptiert wurden. Die Bereitschaft, mehr aus sich herauszuholen, wurde allgemein von den Schülerinnen und Schülern als Selbstverständlichkeit angesehen.

Wenn sie Freude an Teamarbeit, an Kompetenzspielen, selbst an Mathematik- und Deutschtests haben, mit Begeisterung praktische Arbeiten verrichten, wenn nach der anstrengenden Arbeit die Schülerinnen und Schüler richtig stolz auf ihr sehr ausführliches Zertifikats mit ihrer umfassenden individuellen Einschätzung sind, dann ist eine Maßnahme sicherlich geeignet, die persönliche Entwicklung von Schülerinnen und Schülern bei der beruflichen Orientierung zu fördern.

 

Aufgrund dieser Tatsache wünscht sich das Schulzentrum die TalenteWerkstatt als feste Institution.

Marion Schröer-Koch

Schulkoordinatorin Berufsorientierung 

 

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