TalenteWerkstatt zum Mitmachen

von Frank Schütte (Institut M+E-Berufsinformation)

Am 21. August hatten 9 Hauptschüler/innen von der Adolf Reichwein Schule aus Langen die Möglichkeit, im M+E-InfoMobil ihr technisches Verständnis auf die Probe zu stellen. Die Schüler kamen für zwei Wochen nach Hanau zur TalenteWerkstatt, um möglichst viel praktische Berufserfahrung zu sammeln. Eine Station dabei war der 17 Meter lange Gelenkbus von Hessenmetall, dem Verband der Metall- und Elektroindustrie in Hessen.

Ich habe gar nicht gewusst, wo heute überall Maschinen eingesetzt werden“, staunte Kai beim Betrachten eines Produktionsmodells im vorderen Bereich des InfoMobils. „Und so etwas bauen Azubis im dritten Ausbildungsjahr? Nicht schlecht“, nickte der 14jährige anerkennend. Nachdem Kai sich einen Berufsüberblick an den Info-Computern verschafft hatte, wollten er noch was wissen: „Ich habe gerade etwas über CNC-Maschinen gesehen. Ist das auch was für Hauptschüler?“Der schlacksige Blondschopf sollte dies gleich selbst herausfinden.

Jeder Schüler bekam ein Koordinaten-Papier mit x- und y-Achse ausgehändigt und konnte nun seinen Namen oder sein Lieblingssymbol auf dem Millimeterpapier einzeichnen. Das Koordinatensystem kennen die Schüler aus dem Mathe-Unterricht. Hier im InfoMobil wird dieses Wissen praktisch umgesetzt. Nach der technischen Zeichnung ging’s ab zum Programmieren an die CNC-Fräsmaschine. Nach einer halben Stunde hält Kai stolz sein selbst gefrästes Namensschild aus Aluminium in der Hand. Wie heißt der Beruf noch mal, Zerspanungsmechaniker? Kai geht wieder zum Info-Computer. Diesmal sucht der gebürtige Hanauer gezielt nach Firmen aus der Region.

Am Nachmittag bauen die Schüler mit den Magnetzahnrädern ein Getriebe zusammen, bei dem der Vorwärts- und Rückwärtsgang simuliert werden musste. Die letzte Station war schließlich der Motorgenerator. Hier konnten die „starken Männer und Frauen“ noch einmal zeigen, wie viel Energie in Ihnen steckt. Wie wird eigentlich Strom erzeugt und wie viel Watt kann ich durch meine eigene Arbeit eigentlich selbst erzeugen? Kai kam an diesem sonnigen Tag ganz schön ins Schwitzen, als er Strom für eine 60 Watt-Glühbirne erzeugen wollte. „Wie gut, dass es heute LED-Lampen gibt“, lachte der sympathische Hauptschüler augenzwinkernd.

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